Hier gibt es Informationen zu den geplanten Funheim-Treffen:

Aufgrund der gegenwĂ€rtigen Situation werden die nĂ€chsten Treffen bis vorerst virtuell stattfinden. Die geplanten Termine behalten wir bei. Auch wenn wir keine Großveranstaltung sind, sind unsere Treffen doch meist an Orten mit vielen Menschen und auch die besuchten Veranstaltungen sind fĂŒr mehrere Menschen geplant.

Da wir bei unseren Treffen immer ein wenig Kultur dabei haben wird das auch bei den virtuellen 1-2 Stunden ein Thema sein. Bei Bedarf auch mehr.

Die Treffen finden in einem BigBlueButton statt.

Virtuelle Treffen in naher Zukunft:

  • 07.05.2022 - 18:00 Uhr im Funheim-BBB: Wir erzĂ€hlen uns ab 20:00 (un-)wichtige Dinge ĂŒber unsere Wohnorte
  • Und dann irgendwann im Juli wieder ;)


FĂŒr den regelmĂ€ĂŸigen Austausch hĂ€tten wir auch eine Funheim-Telegram-Gruppe ;)

Einen iCal-Kalender mit den aktuellen Terminen und Infos gibt es auch.

NSPRC_0126 TĂŒrchen 16 - 16.12.2016 (Adventkalender)

Shownotes

Das heutige TĂŒrchen wird euch vom Gabelbissen bzw. dem Sprechgröstl prĂ€sentiert!

Shownotes:

De heile Nocht

von Markus Holter
reinterpretiert in der Schriftsprache von Thomas Witzer

Es ist wenn man es genauer betrachtet, eine schöne
Sache die Heilige Nacht. Draußen pfeift der Wind,
dickt fĂ€llt der Schnee wie es halt im Winter ĂŒblich ist,
man weiß es ja.

Aber schaut euch noch ein wenig um drinnen in der
warmen Stube: Die Kinder hĂŒpfen und springen
und lĂ€rmen und singen. Die Wangen glĂŒhen ganz rot vor Freude,
als wie ein Garten voller Rosen. Wie könnte es denn auch
anders sein es kommt ja das Christkind und legt uns
Geschenke hin.

Eine Nacht vergiss ich jedoch nie, auch wenn ich stein alt werde.
Es war eine wahre heilige Nacht, das Christkind hat uns etwas
genommen und nicht gebracht. Gell Leute, da schaut ihr, hört
noch ein wenig zu, bis zur Mette haben wir noch Zeit genug.
Ein Kind war ich, freilich schon eine lange Zeit her aber
es geht nichts ĂŒber eine Kinderfreude. Und wenn Weihnachten
kommt werde ich fĂŒr ein paar Stunden wie ein junges Kind.

Da Vater ist mit dem Pferd in die Stadt gefahren, so ist er
es gewöhnt seit vielen Jahren. Und wie er fort ist, haben wir
gejammert und gebittet: Ach Vater bring uns doch etwas mit.
Da Vater hats angedeutet und wir habens uns gedacht, dass
er von der Stadt sicherlich nicht leer nach Hause kommen wird.
In der Nacht haben wir einen Rosenkranz gebetet, ich habe mich
beeilt, denn wir Kinder haben schon so sehnsĂŒchtig auf unseren Vater
gewartet.

Auf einmal fĂ€ngt der Hund zu bellen an, wir laufen alle zur TĂŒr,
und ich ganz vorne dabei. Ich hÀtte mich zu wetten getraut, dass
es niemand anders als der Vater sein kann. Und er war es, oh was
fĂŒr eine Freude! Wir sind vor lauter Freude gesprungen.

Er geht in die Stube, das Gewand weiß vom Schnee, die Haare
und der Bart voll lauter Eis. Na sagt die Mutter, du kommst aber
ordentlich spÀt. Du hattest doch hoffentlich keinen Unfall?

Da beginnt der Vater zu reden, ja meine Frau ich bin heute
ganz schön lange unterwegs gewesen. Und Kinder hört mir zu,
dass ist kein Spaß. Heute hab ich gar nichts, mir wird kalt und warm.

Nein Vater sag uns das nicht, mein Bruder beginnt gleich zu weinen.

Bist du verrĂŒckt, sagt der Vater zu mir, was kann denn schließlich
ich dafĂŒr, wenn das Christkind kommt und eure Sachen wegnimmt?

Das Christkind? Wir schauen ihn mit großen Augen an. Ja, sagt der
Vater, es ist damit auf und davon. Und damit ihr es mir glaubt,
möchte ich euch erzÀhlen wie die Geschichte passiert ist.

Ihr kennt die Stelle wo man aus dem Wald herauskommt,
wo der Wind immer eisig kalt ist. Da steht in der Mitte neben einem
Garten dem Peter sein Haus. Er und Sie sind brave Leute, man
hört sie nie streiten, arbeiten und plagen sich halb zu tode und
schaffen es nicht die Kinder mit dem tÀglichen Brot zu
ernÀhren.

Ich fahre gerade am Haus vorbei, da steht der Peter vor
seiner TĂŒr, aber ganz traurig und niedergeschlagen.
Wart, denk ich, den muss ich jetzt fragen: Guten Abend
Peter, wie gehts dir denn? Aber anstelle zu reden, beginn
er zu weinen. Mein Herr, sagt er, mit mir ists aus, keinen
Bissen Brot im ganzen Haus. Dazu ist meine Freu
sterbenskrank. Stirbt sie, mĂŒssen die Kinder und ich
auch verenden. Das ist eine traurige heilige Nacht!
Der Pfarrer hat schon die Krankensalbung gebracht,
gut möglich, dass das Christkind den Kindern die
Mutter wegnimmt. Was fang ich mit all dem an? Mit
mir ist es aus, ich bin ein geschlagener Mann.

Nein, sag ich, Peter das darfst du nicht sagen,
ein christlicher Mann darf nicht gleich aufgeben.
Muss ich doch schnell mal rein schauen. Ich steige
ab und binde das Pferd an den Zaun an. Was hab
ich wohl drinnen gesehen, du lieber Gott. Nichts
als Elend und bittere Not! Die Kinder ohne
Gewand, im Bett die kranke Frau. Mir hat es das
Herz umgedreht. Mit TrÀnen in den Augen hab
ich sie gesehen, da ich den Leuten nicht helfen
kann.

Doch da schenkt mir das Christkind einen
Gedanken, es kann nicht anders gewesen sein.
Ich hab ja in meinem Fuhrwerk viele Sachen:
neue Schuhe und ein warmes Wintergewand
und – das hĂ€tte ich fast vergessen – die
besten Sachen zum Essen! Und wenn mich
meine Kinder fragen, hab ich mir gedacht, ich
erzÀhle ich hÀtte alles dem Christkind geschenkt.
So werden auch sie damit zufrieden sein und
sind sie es nicht, kauf ich halt noch einmal ein.
Wenn ihr, meine Kinder, die Freude in den Augen
der Leute gesehen und die Danksagungen gehört
hĂ€ttet, ihr wĂŒrdet euch nichts anderes mehr
wĂŒnschen und sagen: Gesegnet sei es euch,
bei Gott dem Herrn. Sehts, so ist es gewesen,
darum hab ich euch nicht mitgebracht, es ist auch
so eine wahr heilige Nacht.

Dem Vater blieb der Atem weg, uns stiegen die
TrÀnen in die Augen, um den Hals sind wir ihm
gefallen. Wir haben ihn umarmt und an uns
gedrĂŒckt eine gute viertel Stunde und von ganzen
Herzen fĂŒr diese Gabe gedankt. Und geschlafen
haben wir diese Nacht so gut, es wird wohl das
“wohl tun” sein, dass uns so wohl tut. Diese
heilige Nacht vergess ich nie, auch wenn ich
steinalt werde. Diese Nacht vergess ich mein
ganzes Leben nie.

Das im Intro Verwendete MusikstĂŒck We Wish You A Merry Christmas habe ich auf Free Music Archive gefunden und es steht unter der Lizenz Public Domain!

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